Die ersten 10 Tage ohne Strichcode

Die ersten zehn Tage des Strichcode-Fastens sind nun schon geschafft – Zeit für ein erstes Resümee:

Am Aschermittwoch 2014 habe ich mit dem Strichcode-Fasten begonnen, um mein Lebensmitteleinkaufs- und Konsumverhalten zu überdenken. Strichcode-Fasten bedeutet, dass ich keine Lebensmittel mit Strichcode kaufe und esse. Soll heißen: Meine Lebensmittel muss ich in dieser Zeit direkt beim Erzeuger, auf Märkten oder in kleinen Läden kaufen und nicht wie bisher alles auf einmal bequem im Supermarkt (mehr Hintergrundinfos zum Strichcode-Fasten).

Da mein Mann Christian und ich sowieso gerne und frisch kochen, ist die Zeit zur Essenszubereitung für uns in etwa gleich geblieben. Was jedoch viel mehr Zeit in Anspruch nimmt als zuvor ist die Planung, wann wir was essen und wer wann und wo welche Zutaten dafür besorgt.
Bisher haben wir nachmittags kurz telefonisch besprochen, was wir essen wollen und geklärt, wer ggf. Fleisch mitbringt (wir arbeiten beide in Metzgereien), den Rest habe ich auf dem Heimweg von der Arbeit schnell aus dem Supermarkt mitgebracht, der Mo-Sa von 7-21 geöffnet hat.

Schnell haben wir erkannt, dass wir dieses Einkaufsverhalten nicht beibehalten können, denn
– die Auswahl an strichcodefreien Lebensmitteln ist im Supermarkt auf etwas Obst und Gemüse begrenzt.
– kleinere Läden und Hersteller schließen spätestens um 18 Uhr, an manchen Wochentagen oder Nachmittagen bleiben sie ganz geschlossen.
– Wochenmärkte / Bauernmärkte sind hier in der ländlichen Region nicht sehr häufig, nur vormittags und noch dazu recht überschaubar.

Mittlerweile planen wir mehrere Tage im voraus, wann wir was gemeinsam Essen – angepasst an die Öffnungszeiten der verschiedenen Einkaufsorte.

Die kulinarische Entdeckungsreise, die wir während des Strichcode-Fastens „gezwungener Maßen“ machen „müssen“, ist wirklich spannend. In die Rösterei Gecko wollte ich beispielsweise schon seit längerem mal, ebenso mal wieder Bier vom Dorfbräuhaus trinken. Die Anfahrten dorthin sind jedoch immer kleine Umwege nach der Arbeit. Und da ich meist wegen anderer Dinge noch in den Supermarkt „musste“, habe ich mit diese Zeit gespart. In den letzten zehn Tagen habe ich diese Vorsätze aber endlich umgesetzt!

Über die Tasse strichcodefreien Kaffee am letzten Samstag habe ich mich so gefreut, dass ich darüber direkt ein sensorisches Profil erstellt habe. Das wollte ich eigentlich dieses Wochenende mit einem anderen Kaffee wiederholen, jedoch bin ich nach der Arbeit leider nicht vor 18 Uhr durch Fulda gekommen…

Direkt neben der Rösterei Gecko habe ich übrigens einen weiteren interessanten Laden entdeckt: Lebenszeit – Laden für Gesundheit. Neben Heilsteinen, Räucherwerk, Büchern, Naturkosmetik gibt es dort unter anderem auch Hildegard von Bingen Artikel. Davon habe ich mir ein strichcodefreies Hildegard Delikatesssuppenpulver gekauft, das nun schon in leckerer Kürbissuppe und Zucchinisuppe Verwendung gefunden hat. Trotz Strichcode-Fasten kann ich mir also auch etwas Convenience erlauben 😉

Die Verkäuferin in der Lebenszeit fand die Idee des Strichcode-Fastens ziemlich cool und hat mir einen Direktvermarkter in Fulda-Lehnerz empfohlen, bei dem sie gelegentlich einkauft. Habe es aber noch nicht dort hin geschafft.

Ich erlebe es fast überall, dass die Menschen sehr interessiert reagieren, wenn ich vom Strichcode-Fasten erzähle. Sie denken dann selbst über ihre Essensgewohnheiten nach und sprechen mich häufig ein paar Tage später noch mal darauf an. Die eher alternativ angehauchten Gesprächspartner haben meist sogar noch ein paar gute Tipps und Ideen für mich. Natürlich gibt es aber auch diejenigen, die Strichcode-Fasten schlichtweg für Spinnerei halten.

Was mich ganz besonders freut, ist die kreative Untersützung von Freunden. So hat mir Karsten beispielsweise ein „Strichcode-Fasten Starter-Kit“ zugeschickt und Marie mir bei einem Spontanbesuch 5l Apfelsaft aus Brauerschwender Äpfeln ihrer Eltern vorbei gebracht. Dafür nochmals vielen herzlichen Dank!

Über meinen Erwartungen liegt auch die Anzahl der Blogbesucher meines Strichcode-Fasten-Blogs. Seit ich vor drei Wochen den ersten Beitrag veröffentlicht habe, wurde der Blog bereits über 3.200 Mal aufgerufen. An dieser Stelle einen lieben Gruß an alle interessierten Blogleser 🙂
Ihr seid herzlich eingeladen, Beiträge zu kommentieren und in euren Kreisen vom Strichcode-Fasten zu erzählen.

Den heutigen Abend/Nacht werde ich noch nutzen, um ein paar Beiträge über die Erlebnisse der letzten Tage (z.B. Besuch & Preisverleihung auf der Internationalen Handwerksmesse in München) und heute (Enttäuscht vom Alsfelder Bauern- und Spezialitätenmarkt) zu schreiben.

Wer oben in der Blog-Kopfzeile auf „+Follow“ klickt, wird übrigens per E-Mail benachrichigt, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht ist und verpasst somit nichts mehr.

Fünf Wochen Strichcode-Fasten liegen nun noch vor mir. Ich freue mich darauf und bin mir sicher, dass ich noch vieles Interessantes entdecken und berichten werde!

EAN-Code www.strichcode-fasten.de

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