Alsfelder Bauern- und Spezialitätenmarkt

An jedem dritten Samstag im Monat findet vor dem Alsfelder Rathaus der Alsfelder Bauern- und Spezialitätenmarkt statt. Also gingen wir mit großer Freude an diesem Wochenende dort hin – und waren zunächst leider ziemlich enttäuscht, denn der Markt umfasste lediglich sechs Stände:
– ein Imker
– ein Imbiss (Wurst, Linsensuppe)
– ein Winzer
– ein Käsestand
– ein Tisch mit Bauernbrot
– ein Stand mit Lamm- / Schaferzeugnissen + Eier
Auch der Besucherandrang war sehr Bescheiden. Vielleicht lag es am eher ungemütlichen Wetter, es hat heute hin und wieder etwas geregnet und war im Vergleich zu den vergangenen Tagen sehr kalt und windig.

Bauern- und Spezialitätenmarkt in Alsfeld

Bauern- und Spezialitätenmarkt in Alsfeld

Als wir auf den Marktplatz kamen, hat uns Imker Dieter Ingber angesprochen. Er wollte uns ein Tütchen mit Blumenwiesen-Saatgut verkaufen und damit auf das immer weniger werdende Blütenangebot für die Bienen aufmerksam machen, dass kleinen Imkern immer mehr Sorgen bereiten. Da wir in unserem Garten, der eigentlich ein Bauplatz ist, aber in ein paar Wochen mit dem Bau eines kleinen Eigenheims beginnen werden, kann ich in diesem Jahr nur bedingt für Bienennahrung im Garten sorgen. Aber ich habe für den Garten meiner Eltern ein Tütchen mitgenommen.
Gerne hätte ich auch noch Honig gekauft, jedoch habe ich momentan mehr strichcodefreien Honig, als ich in naher Zukunft mit Genuss essen kann.

Der nächste Weg führte uns zum Käsestand von Hof Haennesse aus Schlitz-Pford. Dort wurden etwa 12 verschiedene Käsesorten angeboten. Den Bochshornkleekäse nach Bergkäse Art habe ich probiert (ein Span von der Käsehobel) und als recht mild empfunden. Käse stand sowieso auf dem Einkaufszettel, deshalb habe ich ein Stück dieses Käses gekauft. Eben habe ich ihn zu Hause als Würfelchen probiert und finde ihn ziemlich würzig. Interessant, wie die Schnittstärke den Geschmack beeinflussen kann. Dieses Phänomen finde ich bei Salatgurken übrigens auch sehr deutlich: Probiert doch mal im Vergleich eine hauchdünne Gurkenscheibe, einen Gurken Stick, kleine, feine Gurkenwürfelchen und einen Biss in sie ganze Gurke. Aber zurück zum Marktgeschehen:

Da wir auch Brot brauchten, gingen wir zum Tisch mit Brot, der unter dem Rathaus aufgebaut war. Leider gab es kein Schild oder irgendetwas, wo Marktbesucher sehen konnten, woher das Brot stammt und was es für Brot ist. Als ich nachfragte erfuhren wir, dass es Almenröder Bauernbrot ist, einmal ein Roggen-Sauerteig natur, einmal mit Körnern und Kümmel. Wir haben die Variante ohne Korn und Kümmel gewählt.

Anschließend haben wir noch den Schaf- und Lammstand vom Klingelhof besucht. Hier habe ich Schafwurst im Glas probiert. Die Schafmettwurst hat mit besonders gut geschmeckt, also habe ich ein Glas gekauft, ebenso ein Stück Schafskäse und Eier von Hühnern, die auf dem Klingelhof frei umherlaufen dürfen und unterschiedlich große, verschieden farbige Eier legen.

Wein haben wir keinen mitgenommen. Hätten wir aber vielleicht machen sollen, hätte nämlich wirklich mal wieder Lust auf ein leckeres Gläschen Wein.

Gemüse stand ebenfalls auf unserem Einkaufszettel. Wir haben auch erwartet, dass es auf dem Markt in Alsfeld einen Gemüsestand gibt. Aber das war leider falsch. Also gingen wir in die Obergasse, und kauften im Türkischen Obst, Gemüse und Lebensmittelgeschäft die gewünschten Dinge (außer Pilze, die gab es nicht).

Zum Schluss sind wir noch in den Alsfelder Naturkostladen von Rita Theiß gefahren. Dort haben wir uns Weizenkörner zu Mehl mahlen lassen und werden mit den Eiern und dem strichcode-freien Mehl in den nächsten Tagen Spätzle selber machen.

Es ist wirklich schade, dass der Alsfelder Bauern- und Spezialitätenmarkt nur sechs Stände bietet. Ebenso schade ist, dass er so wenig besucht war. Das bedingt sich sicherlich gegenseitig. Vielleicht lag der geringe Andrang auch am schlechten Wetter. Im Supermarkt, in dem wir anschließend noch kurz waren, war jedenfalls richtig viel Betrieb. Bei warmer Beleuchtung, leiser Hintergundmusik, angenehmen Düften und gut ausgeklügelter Produktplatzierung luden sich die Kunden die Einkaufswagen voll. Und beim Warten in der Kassenschlange hat mir das Piepsen der Scannerkassen richtig in den Ohren geschallt – jedes Piepen bedeutet: Wieder ein Artikel mit Strichcode verkauft.

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